Albschäferweg Zeitspur – Eselsburger Talgang

Topographische Karte: 1:25 000, W231, Heidenheim

Das Eselsburger Tal ist ein ganz besonderes Kleinod. Entlang der Brenz und auf der Höhe rund um Herbrechtingen gibt es viel zu entdecken. Wunderschön geht es links der Brenz durch das Tal. Wir erblicken bald auf der anderen Talseite die Steinernen Jungfrauen. Das nächste Highlight thront hoch über der Brenz, die Domaine Falkenstein. Oben am Aussichtsfelsen wartet ein genialer Rastplatz. Mal im Wald, mal am Waldrand entlang führt der Weg nach Anhausen und über den Stürzel am Schafhof von Schäfer Wiedenmann vorbei zurück zum Freizeitbad.

Vom Parkplatz aus, geht es wunderschön rechts der Brenz entlang durch das Eselsburger Tal mit Blick auf die berühmte Felsformation.
Der gelbe Ring weist uns den Weg. An der Brenzbrücke angelangt folgen wir rechts dem Pfad am Hangwald aufwärts. Oben empfiehlt sich ein Abstecher zur Buigenhütte (ca. 400 m) mit einem imposanten Ausblick über das Tal. Links geht die Zeitspur wieder hinunter auf die andere Seite der Flussschlinge.
Nach der Flussquerung geht es dem Wanderzeichen – gelber Ring – folgend steil hinauf zur Domäne Falkenstein mit ihrem Aussichtsfelsen.
Eine fantastische Aussicht – ein genialer Rastplatz. Hier treffen wir auch auf den Albschäferweg. Auf herrlichem Pfad wandern wir nun auf dem Albschäferweg mal im Wald, mal am Waldrand entlang bergab nach Anhausen. Am ehemaligen Kloster und der Gaststätte verlässt uns der Albschäferweg und wir folgen weiter dem gelber Ring Richtung Herbrechtingen. An der Kneippanlage Riedmühle vorbei führt der Weg zunächst in den Ort hinein und dann hinauf zum Pfaffenberg mit herrlichem Blick bis nach Heidenheim und zum Stürzel mit fantastischen Ausblick ins Eselsburger Tal über die Bindsteinmühle bis zum Falkenstein. Durch einen herrlichen Buchenwald gelangen wir zum Schafhof Wiedenmann.
Im Umkreis von 5-6 km ist seine Herde mit 550 Schafen während der Vegetationszeit unterwegs. Weiter zwischen Heide und Bannwald erreichen wir unseren Ausgangspunkt.

Beschreibung aus https://www.albschaeferweg.de/zeitspuren/eselsburger-talgang/

 

Informationen für unterwegs:

Eselsburger Tal

Steinerne Jungfrauen

Domaine Falkenstein

 

Einkehrmöglichkeit:

Grillplatz an der Domaine Falkenstein

In Eselsburg das Wirtshaus Eselsburg „Talschenke“

 

Aussichtsreich um Lichtenstein

Gestartet wird am Parkplatz Traifelberg. Hat man die Straße gequert geht es über eine Wiese am Skilift und dann durch den Wald bergauf zur Ruine Alter Lichtenstein.
Die Burg wurde zweimal zerstört, heute sind hier nur noch einige Mauerreste und ein Graben vorhanden. Nach der Ruine folgt der Weg im Wald ein Stück weiter bergan und man gelangt zum Schloss Lichtenstein. Kurz vor dessen Erreichen hat man vom Hauff-Denkmal einen herrlichen Blick, wie auch von der Ruine, ins Tal.
Das Schloss wurde, genau wie die Burg, zweimal zerstört, aber im Gegensatz zu ihr wieder aufgebaut und ist bis heute ist er Wohnsitz der herzoglichen Familie.
Es besteht auch die Möglichkeit das Schloss zu besichtigen (Öffnungszeiten beachten) oder einzukehren.
Lässt man das Schloss hinter sich geht es über einen aussichtsreichen Pfad am Trauf entlang über die Kuppen Linsenbühl und Breitenstein zum Gießstein. Hier bietet sich einem eine großartige Aussicht unter anderem auf das Echaz- und Reißenbachtal, zum Schloss Lichtenstein, den Traifelbergfelsen, den Sternbergturm, die Ruine Greifenstein und bei guter Sicht sogar bis zum Schwarzwald.
Kurz nach dem Gießstein geht auf dem Blauen Dreieck hinab in den Ort. Dieser wird durchquert und man wandert auf dem Blauen Dreieck auf der anderen Traufseite wieder hinauf. Nach dieser ordentlichen Steigung gelangt man auf den HW 5 der sich kurz darauf mit dem HW 1 vereint. Am Trauf entlang geht es zum Aussichtspunkt Rötelstein und über die großartige Aussicht bietenden Traifelbergfelsen zum Locherstein. Dieser bietet eine einmalige Sicht zum Schloss Lichtenstein. Rechts von dem Schloss liegen die bereits erwanderten Kuppen Linsenbühl, Breitenstein und Gießstein.
Nach der beeindruckenden Aussicht geht es durch den Wald hinunter zur Siedlung Traifelberg und zum Ausgangspunkt dieser Tour.

 

Informationen für unterwegs:

Ruine Alt-Lichtenstein
Die Ruine Alt-Lichtenstein war der ideale Platz für die Stammburg der Herren von Lichtenstein. Hoch oben, direkt am Rand der steil abfallenden Felsen, rund 500 m südöstlich des Schlosses Lichtenstein, hatten sie eine prächtige Kontrolle über das enge Tal, durch das sich heute die Bundesstraße 312 von Lichtenstein hinauf auf die Alb schlängelt.
Wohl spätestens in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts erbaut, wurde sie in der Schlacht bei Reutlingen 1377 letztmals zerstört. Zuvor, im Reichskrieg gegen Graf Eberhard I. von Württemberg, legten die Reutlinger im Jahre 1311 die Ritterburgen der Greifensteiner und die Burg Lichtenstein inSchutt und Asche. Im Vergleich von 1389 kam die Ruine ‚als offen Haus und Lehen‘ und als ‚verfallen Gut‘ an das Haus Württemberg zurück. In den Jahren 1990 – 1995 wurden die alten Gemäuer freigelegt und sind heute ein weiterer Anziehungspunkt für Alb-Touristen und historisch Interessierte.

Schloss Lichtenstein
Schloss Lichtenstein, auch als „Märchenschloss Württembergs“ bezeichnet, ist ein im Stil des Historismus erbautes Schloss des 19. Jahrhunderts über dem Ort Honau, Gemeinde Lichtenstein. Weitere Infos hier.

Wilhelm-Hauff-Denkmal
Wilhelm Hauff (* 29. November 1802 in Stuttgart, Herzogtum Württemberg; † 18. November 1827 in Stuttgart, Königreich Württemberg) war ein deutscher Schriftsteller der Romantik. Er gehörte zum Kreise der Schwäbischen Dichterschule.
HauffDenkmäler stehen beim Schloss Lichtenstein und in Stuttgart an der Hasenbergsteige. Weitere Infos hier.

Gießstein (788 m)
Aussichtspunkt – dort steht man hoch über dem Echaztal und kann einen wunderschönen Blick ins Reißenbachtal und Echaztal wie auch zu den Traifelbergfelsen und zu Schloss Lichtenstein genießen.

Ruine Greifenstein
Auf der Ostseite, hoch über dem tief eingeschnittenen Holzelfinger Tal auf mächtigem Felsen, lag einst die Burg Greifenstein. Hauptbestandteil der Burg war der Bergfried; ein starker Turm, der sich unmittelbar hinter dem Burggraben erhob. Dort drängte sich alles zusammen, Wohnung, Befestigung, Speicher und Gefängnis.
Die Greifensteiner, ein edelfreies Geschlecht, beherrschten mit ihren Festen Greifenstein, Burgstein und Hochbideck die umliegenden Täler. In ihrem Wappen führten sie einen Greif, der auf drei Bergen fußt. Nur zu oft bestiegen die Rittersleute im Übermut das Ross, um den verhassten Reichstädtern in Reutlingen einen Schabernack zu spielen. Im Jahre 1311 waren die Reutlinger mit ihrer Geduld am Ende und zerstörten neben Hochbideck und Burgstein auch die Burg Greifenstein. Das Rittergeschlecht war damals bereits so verarmt, dass es die zerstörte Burg nicht wieder aufbauen konnte. Heute ist nur noch die Ruine mit Ringmauer zu sehen.

Hörnle-Lochen-Rundweg

Der Hörnle-Lochen-Rundweg bei Weilstetten wird von vielen respektvoll als „Königsetappe“ bezeichnet.

Topographische Karte: 1:25 000, W250 Spaichingen

Für die Wanderung ist gutes Schuhwerk unumgänglich, entprechende Wanderkleidung ebenso.

Gestartet wird vom Wanderparkplatz Hörnle, der sich oberhalb des Sportheimes Linde befindet. Vom Parkplatz aus hat man die Kulisse der zu besteigenden Berge vor sich. Auf bestens beschilderten Wegen geht es stetig bergauf zum ersten Halt Weilstetter Hütte, wo man die erste Rast einlegen kann.
Weiter geht es zum Felsenmeer mit seiner Schönheit. Dann geht es über schmalere, bestens bezeichnete Wege zum Aussichtspunkt Lochenhörnle. Ein traumhaftes Panorama lädt zum Verweilen ein. Rechter Hand Albstadt mit Ortsteilen des Eyachtales, die Schalksburg, den Böllat, soweit das Auge reicht. Linker Hand im Tal Weilstetten, Balingen mit Sicht zum Nordschwarzwald.
Weiter geht die Wanderung auf der Höhe zur Jugendherberge Lochen. Dort überqueren wir die Strasse und steigen auf zum Hausberg der Weilstetter, den Lochen, mit seinen 965 m. Wieder haben wir ein Traumpanorama vor uns.
Wir steigen ab zum Wanderparkplatz Lochen und gehen Richtung Schafberg, Wenzelstein und gehen dann die letzte Steigung zum gespaltenen Felsen. Ein aufgespaltener Felsen mit ca. 50 Metern Breite und ca. 100 m Länge ist zu bestaunen, der über die Jahre mit Bäumen bewachsen ist.
Weiter wandern wir zum hohen Fels und lassen unsere Blicke über Balingen mit seinen Ortsteilen Rosswangen und Weilstetten schweifen.
Wir wandern zurück zum Lochengründle und gehen über die alte Lochenstrasse , Panoramaweg zum Ausgangspunkt zurück.

 

Informationen für unterwegs:

Weilstetter Hütte/Lochenhütte

Lochen
Die Lochen ist ein Berg der südwestlichen Schwäbischen Alb.

Jugendherberge Lochen

Schafberg/Gespaltener Fels

 

Einkehrmöglichkeiten

Unterwegs keine Einkehrmöglichkeit. Rucksackvesper ist ein Muss und ausreichend Getränke mitnehmen.

Zum Abschluss Sportheim Linde.

Aichwaldwanderung zum Eichensee

Topographische Karte: 1:25 000, W220 Welzheim und W229 Göppingen

Vom Wanderparkplatz „Horben“ in Aichwald geht es in Richtung Jägerhaus über die Landstraße bis zum Waldrand und da aber rechts, den Schreiershauweg nehmend, in den Wald. Stetig abwärts gelangen wir zum Stettener Bach, der dann auch später überquert wird. Links am Bach entlang führt uns der Weg aus dem Wald zum Wegkreuz mit der Beschilderung „Eichensee“. Rechts den Waldweg gehend kommen wir nach einem kleinen Anstieg zum idylischen Eichensee (wurde 1985 mit einem guten Fischbestand angelegt).
Nach einem kurzen Innehalten nehmen wir den Waldpfad rechts vom See, immer weiter hochgehend (den Alter Sandackerweg überquerend) bis wir die Häuser von Lobenrot sehen. Am Waldrand entlang kommen wir zum höchsten Punkt, wenn wir nicht bei den einladenden Bänkchen eine wohlverdiente Rast einlegen.
Weiter geht es abwärts im oder am Waldrand rechts den Kulturlandschaftpfad zum Naturfreundehaus Strümpfelbach nehmend, wo uns noch einige Skulpturen erwarten. Am Naturfreundehaus links vorbei überqueren wir über dem Waldpfad folgend die Landstraße. Danach halten wir uns rechts, bis wir Schanbach sehen.
Den linken Weg bei der Apfelplantage nehmend, gelangen wir unterhalb der Wohnhäuser hoch zur „Schurwaldhalle“. Von der Sportplatzanlage aus kommen wir schnell zu unserem Ausgangspunkt „Horben“.

 

Informationen für unterwegs:

Eichensee

Skulpturenpfad

 

Einkehrmöglichkeiten:

Naturfreundehaus Strümpfelbach

Zum Abschluss im Jägerhaus

Aussichtsreiche Höhen und reizvolle Täler

 

Wichtiger Hinweis von der Gemeinde Markgröningen:
Aus Verkehrssicherungsgründen musste der Wander- und Radweg im Leudelsbachtal am 2. Juni 2023 bis Februar 2024 gesperrt werden.

Nähere Infos finden Sie auf der Homepage von Markgröningen.

 

Topographische Karte: 1:35 000, Blatt 7, Heilbronn Ludwigsburg

Die 13 km lange Wanderung beginnt am Bahnhof Asperg. Das Endziel ist die alte Reichs- und Schäferstadt Markgröningen. Zwischen Startpunkt und Ziel ist nur eine geringe Höhendifferenz auszumachen. Die moderaten Anstiege und Abstiege liegen auf den Wegstrecken dazwischen. Die höchste Erhebung (357 m NN) auf dieser Wanderung, der Hohenasperg, ist, zumindest im Volksmund, Schwabens „höchster Berg“ schlechthin.

Der Hohenasperg ist das erste Ziel unserer Wanderung. Zu ihm führt ein gut ausgewiesener Fußweg durch ein Wohngebiet. Bis zum Bergfuß steigt das Gelände gemächlich an. Im Schwitzgässle beginnt der steilere Aufstieg über Stufen, bis zum Albvereinsweg in halber Bergeshöhe. Der fein geschotterte halbe Rundweg führt mitten durch die Weinberge. Oberhalb des Wanderweges thront die wuchtige Festung Hohenasperg.
Eine für uns typische Landschaft breitet sich vor uns aus. Im Hintergrund erheben sich im Süden die bewaldeten Keuperberge. Der Stuttgarter Fernsehturm und der Engelbergturm ragen sichtbar aus ihnen heraus. Im Osten sind das Neckartal und die Höhen der Schwäbisch-Fränkischen waldberge zu sehen. Wellig bis hügelig erstreckt sich zwischen dem Hohenasperg und den Keuperanhöhen die Gäulandschaft, hier das Strohgäu und das Lange Feld. Die vielen Städtchen und Dörfer liegen wie Perlen in der weiten Feldflur.

Nach etwas mehr als einem halben Kilometer endet der Weibergweg vor dem einzigen Zugangstor der Festungsanlage. Diese dient seit dem 18.Jahrhundert als Gefängnis. Heute befindet sich in ihren Mauern noch das Justizvollzugskrankenhaus Baden-Württembergs. Auf einer Infotafel nahe dem Tor wird die Entstehung des die Gäuflächen überragenden Keuper-Zeugenbergs Hohenasperg erklärt.
Eine weitere Tafel berichtet von der schon sehr frühen Bedeutung des Asperges, z. B. als dem vermuteten Fürstensitz der Kelten. Ein aus Stein gehauenes denkmal für den Dichter Christian Schubart, wie auch die unterhalb am weiterführenden weg stehende Franzosenlinde erinnern an die „grausame“ Nutzung der Bergfestung früherer und in der jüngeren Geschichte.
Auf dem langen Rücken „Hurst“ führt der Albvereinsweg weiter auf normaler Straße durch ein Höhenlagenwohngebiet von Asperg. Im Anschluss daran ist der Weg weiterhin bequem zu gehen. Er sit als Wirtschaftsweg für die anliegenden Weinbauern und „Stücklesbesitzer“ ausgebaut. Leichte Auf und Ab wechseln sich ab. Immer wieder machen es baumfreie Stellen möglich, nach Tamm, ins Enztal bis Bietigheim-Bissingen und bis zum Stromberg zu schauen. Fast am Ende dieser 2 km langen Wegstrecke überragt links ein monströser brauner Wasserturm das Gebiet. Er hält u. a. das nötige Bodenseewasser für die nahe Klinik bereit.
Am Feldrand, wo der Wanderweg nach links in das kleine Wohngebiet beim Landesheim / Krankenhaus abbiegt, lässt sich gut rasten.

Hinter den Gebäuden des Wohngebiets und der Klinik verläuft ein Feldweg. Er ist bei trockenem Wetter gut begehbar. Bei seiner Benutzung gewinnt man einen Überblick über die Hochfläche des Tammer Feldes bis zum Rotenacker Wald. Bei Jedem Wetter kann der ausgeschilderte Albvereinsweg genommen werden. Dieser führt auf der Straße hinter dem Landesheim und an der Klinik vorbei. Vom Rastplatz zur Landstraße L1138, das nächste Ziel für beide Wege, fällt das Gelände von 290 m auf 255 m ab.

Die erste Begegnung mit dem Leudelsbach findet nach etwas mehr als 1 km vom Rastplatz entfernt auf einem Brückchen direkt neben der Landesstraße statt. Jetzt ist der Ortsbeginn von Markgröningen sichtbar nah. Ein Stückchen noch verläuft der Wanderweg weiter aus dem vom Krankenhaus herkommenden Fahrrad- und Fußweg. Hinweisschilder zeigen auf den nach rechts weiter verlaufenden Wanderweg auf dem landwirtschaftlichen Wirtschaftsweg entlang des sanften Wiesentals des Leudelsbachs. Es muss noch die Landstraße nach Tamm überquert werden um zum Parkplatz Tammer See zu gelangen.

Der weiterführende, schattige Weg entlang des Bachlaufs überrascht den Wanderer. Das Tal hat nach dem Tammer See einen völlig anderen Charakter. Steile Talhänge, vor allem rechts, steigen kastenartig auf. Eine geologische Verwerfung ist die Ursache. Sie hat den Bach gezwungen, sich in den harten Muschelkalk bis zu 100 m tief einzuschneiden. Die Verwerfung machte auch den Muschelkalk den Menschen leicht zugänglich. Ein Steinbruch weist auf den frühen Abbau des Muschelkalks als Baumaterial hin. Die beeindruckenden Hänge konnten von den Menschen nur durch die Anlage von Terrassen oder mittels Schafbeweidung genutzt werden. Viele Terrassen sind heute stark bis völlig überwuchert. Durch Naturschutzmaßnahmen werden sie teilweise vom Buschwerk befreit, alte Schafweiden mit Magerrasenflächen wieder beweidet. Die Wegbeschaffung im Tal wechselt vom Asphaltsträßchen bis zur ausgewaschenen und holprigen Schotterpiste.
Nach etwa 1,5 km in vielerlei Hinsicht reizvoller und abwechslungsreicher Wanderung im Tal bietet ein ausgetretener Pfad die Möglichkeit, auf die Höhe zu gelangen. Auf einer Weglänge von 350 m sind 74 Hm zu überwinden. Am Enzblick (284 m NN) dann ein weiter und herrlicher Ausblick! Und ein wunderbarer Platz für eine Rast.

Der Wanderweg mit blauem Kreuz in Richtung Schellenhof führt entlang der steilen Enztalkante im Rotenacker Wald. Nach 1,3 km führt ein 350 m kurzer und recht steiler Abstieg hinab zum Schellenkopf. Von diesem geht nochmals ca. 300 m auf unebenem Waldpfad durch eine kleine Klinge bis zum Enzufer.
Alte, fast mystisch anmutende, knorrige Kopfweiden stehen am Ufer der hier aufgestauten Enz. Der von der Enz abzweigende Flößerkanal ist ein Zeugnis der frühen Bedeutung der Enz als wichtiger Flößerfluss. Auf ihr wurde Holz aus dem Schwarzwald zum Neckar und weiter zum Rhein transportiert.
Dem Enzufer folgt flussaufwärts der Flößerwanderweg. Schon nach 800 m leicht ansteigender schöner Wanderstrecke wird die große Enzschlinge erreicht. Auf diesem waldigen Wegstück begleitet der breit dahinfließende Fluss die Wanderung zur Rechten und der Bannwald am Prallhang zur Linken. An der weiten Enzschlinge mündet der Leudelsbach in die Enz. Der Wanderweg liegt hier hoch über Enz und Leudelsbach.

Die letzte Wegstrecke zweigt nach weiteren 700 m vom Tal ab. Es geht auf einem Albvereinsweg fast 2 km stetig bergauf, von 210 m im Tal bis auf 300 m am Ortsbeginn von Markgröningen.
Zum Marktplatz Markgröningen fällt das Gelände wieder leicht ab. Am Marktplatz der alten Reichsstadt zeugt das prächtige Fachwerkrathaus von der früheren Bedeutung der Stadt als wichtiger Handelsplatz im Gäu und im Württemberg. In schönen alten Fachwerkhäusern laden einige gute Gaststätten zu einer Einkehr ein.

 

Informationen für unterwegs:

Hohenasperg

Markgröningen

 

Einkehrmöglichkeiten

Zum Abschluss in Markgröningen

Panoramablicke über dem Remstal

Die Wanderung »Panoramablicke über dem Remstal« windet sich zwischen Heubach und dem Furtlepass dem Albtrauf entlang. Diverse exponierte Stellen sind einzigartige Aussichtskanzeln und gewähren großartige Rundblicke sowohl auf die ländliche Voralb als auch auf den Verlauf des Albtraufs mit seinen Zeugenbergen.

Topographische  Karte: 1:25 000, W221, Schwäbisch Gmünd

Nach einem Anstieg erreichen wir den Ostfels des Scheuelbergs und wandern weiter über den bewaldeten Rücken zum westlich gelegenen Hohen Fels mit einem schönen Weitblick. Bald erreichen wir über das Himmelreich das gleichnamige Naturfreundehaus. Weiter geht es zum Bargauer Horn, wo wir mit einem herrlichen Blick auf die Drei-Kaiser-Berge belohnt werden. Über ausgedehnte Waldwege wandern wir zum Bernhardus mit Wallfahrtskapelle und Aussichtsplattform.

Weitere Aussichtspunkte begleiten unseren Rückweg zum Furtlepass.

Genaue Wegbeschreibung und und weitere Infos finden Sie hier.

 

Informationen für unterwegs:

Himmelreich

Bargauer Horn

Drei-Kaiser-Berge
Weitere Infos hier.

Bernhardus

 

Einkehrmöglichkeit:

Naturfreundehaus Himmelreich

Von Fürsten und Industrie

Eiszeitliche Endmoräne, fantastische Ausblicke, sowohl auf das Schussental, wie auch auf die Alpen, historische Highlights vom Mittelalter bis Heute, und nicht geahnte industrielle Kleinode sorgen für eine interessante und abwechslungsreiche Wanderung.

Bitte beachten: unterwegs keine Möglichkeit zur Einkehr.

Topographische Karte: 1:25000, 8124, Wolfegg

Wir starten die Wanderung vom Bahnhof Wolfegg aus und wenden uns in Richtung L 317, welche wir nach 200 m erreichen. Wir überqueren die L 317 vorsichtig und wenden uns direkt nach der Bushaltestelle nach rechts in Richtung Grillhütte. Die Grillhütte erreichen wir nach 150 m und überqueren dort an der Holzbrücke den Höllbach. Bei feuchter Witterung ist hier Vorsicht geboten, da die Holzbollen der Brücke bei Feuchtigkeit sehr rutschig sein können. Nachdem der Höllbach überquert wurde folgen wir dem ehemaligen Kneipp-Pfad bis nach etwa 500 m wieder die L 317 erreichen. Wir folgen der L 317 etwa 250 m entlang der Mauer der ehemaligen Orangerie in Richtung Ortsmitte Wolfegg. Bei Erreichen der Ortsmitte biegen wir an der Sparkasse nach rechts ab und stehen nach etwa 200 m vor dem Schloss Wolfegg und der Stiftskirche St. Katharina. Das Schloss wird noch immer von den Fürsten von Waldburg-Wolfegg und Waldsee bewohnt.

Die Kirche und das Schloss können besichtigt werden.
Nach Verlassen des Schlossgeländes wenden wir und nach rechts und wandern entlang der Außenmauer des Schlosses hinab zum Bauernhaus Museum, dessen Nebeneingang wir nach etwa 450 m erreichen.
Vom Bauernhaus Museum wenden wir uns nach links zur Ortsmitte von Wolfegg/Wassers und biegen dort nach rechts auf die K 7937 Richtung Ortsteil Alttann ab. Nach 500 m erreichen wir eine Schreinerei und biegen dort nach links auf den beschilderten Wanderweg Richtung Aussichtspunkt Süh ab. Wir folgen dem Wanderweg und der Ausschilderung und erreichen nach 1,3 km den auf dem Höhenzug gelegenen Aussichtspunkt Süh.
Hier ist guter Platz für ein ausgiebiges Vesper mit wundervoller Aussicht in alle Richtungen.
Nach der Pause folgen wir dem Weg weiter in Richtung Wald. Nach 500 m biegen wir nach rechts und folgen dem Waldweg etwa 500 m. Hier treffen wir auf einen gut ausgebauten Wirtschaftsweg, den wir geradeaus überqueren und in einen kleinen Pfad eintauchen, der uns nach 100 m auf einen weiteren Wirtschaftsweg münden lässt, dem wir nach rechts 500 m folgen. Die Abzweigung „Löchle“ lassen wir links liegen und folgen dem Weg in einer sanften Linkskurve talabwärts für 650 m. Hier biegen wir nach rechts in einen schmalen Pfad und erreichen nach 500 m die Wolfegger Ach mit Talmühle und E-Werk.
Wir folgen der Ausschilderung Alttann entlang der Wolfegger Ach bis wir nach 1,4 km die Reste der alten Papierfabrik erreichen. Dort ragt über uns die Pfarrkirche von Alttann, zu der wir hinauf müssen.
Wir folgen einfach dem Weg, bis wir wieder auf die K 7937 treffen und wenden uns dort nach links den Berg hinauf. Nach 200 m erreichen wir einen Fußweg, in den wir rechts nach Alttann hinein abbiegen. Steil den Berg hinauf für 150 m und dann der Straße durch die Ortsmitte bis zur Brücke folgen. An der Litfaßsäule nach der Brücke biegen wir nach links ab und folgen der Ausschilderung Aussichtspunkt Linde, die wir aber auch schon auf dem Hügel über uns sehen können.
Nach dem anstrengenden Aufstieg lohnt sich eine kleine Pause an der Schillerlinde um den atemberaubenden Ausblick über das Schussental bis hin zur Schwäbischen Alb zu genießen.
Wir folgen dem Weg über die Schillerlinde hinweg, bis es nur noch nach 500 m rechts oder links geht. Hier wenden wir uns nach links und folgen dem Waldweg bis zur L 317 und überqueren diese. Jetzt müssen wir nur noch der Ausschilderung Bahnhof Wolfegg folgen und erreichen nach 750 m die Ausläufer des kleinen Industriegebiets mit seinen interessanten alten und neuen Wirtschaftszweigen.
Jetzt ist es nur noch ein kleiner Katzensprung bis zum Bahnhof Wolfegg, einmal die Bahnunterführung nehmen und nach links wieder zum Bahnhof einbiegen.

 

Informationen für unterwegs:

Schloss Wolfegg
In seiner äußeren Form geht das heutige Schlossgebäude auf Truchsess Jakob (1546-1589) und seine Gemahlin Johanna (1548-1613) zurück. Die fürstliche Familie bewohnt das Schloss. Weitere Infos hier.

Haus Waldburg
Das Haus Waldburg ist ein hochadeliges schwäbisches Adelsgeschlecht. Die Stammburg des ursprünglich welfischstaufischen Ministerialengeschlechts, das seit der Mitte des 12. Jahrhunderts urkundlich belegt ist, ist die Waldburg auf der Gemarkung der Gemeinde Waldburg im Landkreis Ravensburg in Oberschwaben.

Waldburg-Wolfegg
Waldburg-Wolfegg ist der Name eines Zweigs des katholischen Adelsgeschlechts Waldburg, der 1595 durch Teilung der Georgischen Linie in die beiden Zweige Waldburg-Wolfegg und Waldburg-Zeil entstand. Hauptwohnsitz der Familie ist Schloss Wolfegg in Oberschwaben.

Stiftskirche St. Katharina
Die Pfarrkirche St. Katharina ist zweifellos eine der prächtigsten Barockkirchen Oberschwabens. Sie wurde von 1733 bis 1736 anstelle einer kleineren Säulenbasilika als repräsentativer Sakralbau des damaligen Wolfegger Chorherrenstifts erbaut. Der hohe, über einem Grundriss von 21 x 42 Metern errichtete Kirchenbau ist ein reifes Werk des Füssener Baumeisters Johann Georg Fischer (1673-1747). Weitere Infos hier.

Bauernhausmuseum Wolfegg
Das Bauernhaus-Museum Allgäu-Oberschwaben Wolfegg liegt im Landkreis Ravensburg, ganz in der Nähe des Bodensees. Seit über 40 Jahren zeigt das familienfreundliche Freilichtmuseum anhand von zahlreichen historischen Bauernhäusern die ländliche Kulturgeschichte Oberschwabens und des westlichen Allgäus.
Auf vielfältige Weise können Sie Geschichte erfahren – in den Museumshäusern und Ausstellungen, bei Veranstaltungen, Führungen und Mitmachprogrammen.

Aussichtspunkt Süh
Die Süh in der Nähe von Wolfegg ist ein hochgelegener Aussichtspunkt. Hier kann man weite Teile von Oberschwaben erblicken, je nachdem wie das Wetter ist. Bei gutem Wetter sieht man von den Alpen bis zum Bussen bei Riedlingen und es gibt noch mehr zu entdecken beim Wolfegger Süh! Man kann anhand von Tafeln die Gegend erkunden. Die Büsche und Berge zeigen auf der Tafel an, wo welche Stadt liegt. So kann man von der Wolfegger Süh den Ausblick auf die oberschwäbische Natur genießen.
Dieser liegt übrigens bei 725 Metern. Gesäumt von einem Wald und dem Tal liegt die Wiese, auf der sich die Süh befindet. Außerdem liegt dort ein Findling aus der Eiszeit, der von einem Gletscher “zurückgelassen” wurde.

Historisches E-Werk
Das E-Werk ist noch immer im Betrieb.

Alte Wolfegger Papierfabrik
Erzeugte in ihren besten Zeiten in den 1880er Jahren bis zu 1 500 Tonnen Paier im Jahr. Untermauert wird die Bedeutung der Fabrik noch durch den gut sichtbaren Industriewasserkanal der Wolfegger Ach, der auch heute noch in Betrieb ist und ohne den eine Stromerzeugung nicht möglich wäre.

 

Einkehrmöglichkeiten

Im Anschluss an die Wanderung möglich im

Hotel-Gasthof zur Post
Großer, gemütlicher Biergarten unter alten Kastanienbäumen, vier Stuben, Catering, großer und kleiner Bankettsaal, saisonale & regionale Gerichte. Durchgehend warme Küche.

Gasthof Jäger
Der Gasthof Jäger befindet sich seit über 50 Jahren im Familienbesitz, was sich in der ruhigen gemütlichen Atmosphäre des Hauses wiederspiegelt. Unser Haus befindet sich in ruhiger Lage nur wenige Gehminuten vom Ortskern entfernt.

Gasthaus zum Schlossberg
In gepflegtem Ambiente bietet das Gasthaus am Schlossberg eine umfangreiche Speisekarte mit gehobener Küche und ausgewählten Spezialitäten. Dabei kommen Vegetarier ebenso in den Genuss ausgesuchter Zutaten von regionalen Bauernhöfen, wie Fischliebhaber oder Freunde der schwäbischen Küche. Wenn die Sonne lacht, bietet die Südwest-Terrasse 50 bequeme Sitzplätze. Drinnen hat das Gasthaus 60 Sitzplätze, sodass hier auch Feste stilvoll gefeiert werden können.

Landhotel Allgäuer Hof
Unsere Küche bietet regionale Spezialitäten und unsere Räumlichkeiten bieten ein ansprechendes Ambiente für herzliche Gastlichkeit und gute Küche.

Über den Dreifürstenstein zum Mössinger Bergrutsch

Diese Wanderung richtet sich an alle Wanderer, die heimatkundlich und geologisch und an Flora und Fauna interessiert sind.

Topographische Karte: 1:25 000, W241, Rottenburg am Neckar

Am Fuße der Mittleren Schwäbischen Alb liegt Mössingen. Im Stadtteil Belsen startet die Wanderung am Wanderparkplatz Olgahöhe. Dem Wegweiser Dreifürstensteig folgend wird der Spielplatz überquert. Über einen Wiesenweg durch Obstbaumanlagen wird nach kurzer Zeit der Parkplatz Buch erreicht. Hier stehen besonders schöne, alte Obstbäume.
Von nun an geht es steil bergan. Zunächst auf dem breiten Schotterweg, dem Heubergweg. Dieser wird an der ersten Gabelung nach rechts verlassen. Der Glindwasenweg führt weiter durch den wunderschönen Mischwald. Auffällig ist die hohe Dichte an alten Eichen, die sonst eher selten die Wege säumen. Wir laufen diesen Weg weiter, bis zu einem Abzweig nach links, wo einige Treppenstufen eingebaut sind.
Der Weg verläuft jetzt noch steiler. Über Serpentinen erreichen wir den Aussichtspunkt Dreifürstenstein. Auf 860 m Höhe lohnt sich ein Blick in das umliegende Land.
Weiter geht es auf dem Dreifürstensteig, der jetzt auf dem HW 1 verläuft. Der Weg führt einige Meter nach der Schutzhütte links in den Wald hinein. Am Trauf entlang geht es über den verwurzelten Weg bis zur 8-eckigen Schutzhütte. Dort trennt sich der Dreifürstensteig wieder vom HW 1 und geht in Serpentinen wieder bergab.
Der Weg passiert den Wanderparkplatz Bergrutsch, von dem aus offizielle Bergrutschführungen angeboten werden. Nach der Überquerung der Landstraße führt der Weg rechts parallel zur Landstraße durch Obstbaumwiesen mit vielen „natürlichen Insektenhotelen“, also abgestorbenen Habitatsbäumen. An einer Böschung zweigt der Weg links ab. Auf diesem Weg passieren wir die Himmelsschaukel. Dieser Platz lädt zum Verweilen ein und bietet eine herrliche Sicht auf Talheim. Leicht bergauf geht es vorbei an einem Brunnen zum Grillplatz Unter Andeck.
Am Brunnen kann man auch abbiegen und einen kleinen Umweg in Richtung Talheim zur Einkehr beim Talwirt machen.

Ca. 50 m weiter verlassen wir den Dreifürstensteig und folgen nun dem Wanderzeichen blaues Dreieck weiter den Berg hoch zum Segelfluggelände.
Für Interessierte bietet sich nach ca. 1 km ein Abstecher zur ehemaligen Burg Andeck an. Deren Grundmauern lassen sich nur noch erahnen, aber ein schöner Rastplatz ist dort angelegt.
Nach einigen Minuten steilem Bergmarsch erreichen wir eine Anhöhe, auf dem ein Segelflugplatz angelegt ist. Dieser wird rechts rum umrundet. Nach einigen schönen Ausblicken führt am Trauf entlang ein schmaler Pfad – der Jägerweg, bezeichnet mit der blauen Raute – steil bergab. Dieser Weg führt schließlich durch Laub- und Nadelwälder zurück zum Ausgangspunkt Olgahöhe.

Diese Wanderung ist im Frühjahr zur Obstbaumblüte besonders reizvoll. Wer einen kurzen Umweg in Kauf nimmt, kann beim Talwirt in Talheim einkehren.

 

Informationen für unterwegs:

Dreifürstenstein
Weitere Infos hier.

Dreifürstensteig

Bergrutsch / Bergrutschführungen
Weitere Infos hier.

Himmelsschaukel

Segelfluggelände
Weitere Infos hier.

Burg Andeck

 

Einkehrmöglichkeiten

Grillplatz Unter Andeck

Rastplatz Burg Andeck

Talwirt in Talheim

Schwäbische Alb kompakt für Langschläfer

Im Lautertal und seiner Umgebung gibt es viele Alb-Phänomene auf engstem Raum: Wacholderheide und extensive Landwirtschaft, Karsthöhlen und –quellen, klare Bäche, Feuchtweisen und Wasserfälle, Burgen und Ruinen, seltene Tiere und Pflanzen, kulturelle Angebote.

Topographische Karte: 1:35 000, Blatt 26, Ehingen Münsingen

Ausgangspunkt dieser Halbtageswanderung liegt am Parkplatz des Naturtheaters Hayingen.
Von dort führt ein Teerweg 200 m steil hinunter zum Freilichttheater. Zwischen der Kulisse und den Zuschauertribünen hindurch führt ein guter Schotterweg 1,5 km durchs Hayinger Tal (Örtlicher Rundwanderweg 6, roter Kreis). Eine Teerstraße überquerend folgt unser Weg bergab ins Fichteltal (Örtlicher Rundwanderweg 1, blauer Kreis). Nach 600 m am Wegzeichen gelbe Gabel (Vorsicht: schwer zu sehen!), steigt links im Wald ein z. T. drahtseilgesicherter Pfad 50 hm steil bergauf zur Gerberhöhle.
Auf gleichem Steg zurück und links 600 m weiter dem Fichteltalweg folgen bis zur Kläranlage. Dort nach rechts auf dem Sträßlein 300 m weiter bis zum Wanderparkplatz Anhausen an der Lauter.
Im Lautertal geht nun ein breiter Schotterfahrweg ohne Wegzeichen 2,2 km am rechten Ufer flussabwärts (mit Biberburgen, Feuchtwiesen, Wasserfall Hoher Gießel – starke Tuffsteinbildung mit 5 m Fallhöhe über mehrere Stufen) bis zum Wegweiser „Wartsteinbrücke Grillplatz“.
Nun über die Lauter hinüber (Brücke) und nach links bis zum Wegweiser „Wartsteinbrücke Ost“ und auf einfachem Pfad 200 m weiter bis zum Wegweiser „Unterm Gemsfels“. Dort scharf rechts in den Wald steigt man auf dem H2 und H5 steil z. T. über Felsentreppen 98 m hoch, am Gemsfelsen (schöne Sicht ins Tal) vorbei bis der Ruine zur Burgruine Wartstein.
Nach der Besichtigung der Ruine (Besteigung der Plattform der wieder aufgerichteten Schildmauer über Stahlwendeltreppe ganzjährig möglich; schöne Sicht zum Bussen, Hochberg, ins Lautertal, evtl. Alpenblick) über den Burgenweg (Wegzeichen) zuerst im Burgareal steil bergab, dann im Wald am Hang entlang bis zum Wegweiser „Wartsteiner Sattel“. Dort rechts dem „Ehinger Besinnungsweg“ 600 m hinab bis ins Lautertal folgen.
Am Wegweiser „Unterm Wartstein“ geht es nach rechts am Ostufer der Lauter auf holprigem Pfad flussaufwärts. Nochmals vorbei an den Wegweisern „Warsteinbrücke Ost“ und „Unterm Gemsfels“ führt der Weg (H2) nun 1 km das Tal hinauf über Wiesenpfade und einenSchotterweg bis zur Karstquelle Blaubrunnen (typische Karstquelle, die nicht immer Wasser führt). Dort gelangt man auf einem Fußpfad über eine Wiese (keine Markierung) zum Wasserfall Hoher Gießel.
Auf dem H2 zurück geht der Weg 1 km weiter talauf (Schwarzlochfelsen, Feuchtwiesen)bis zum Wegweiser „Ölmühle“. Nun links über die Lauter zurück zum Parkplatz Anhausen (Grill-, Spiel- und Badeplatz). Direkt am Parkplatz folgt man der Anliegerstraße nun 200 m rechts Richtung Kläranlage, zweigt dann aber scharf links (Wegzeichen rote Gabel auf weißem Grund – schlecht zu finden!) ab auf einen steilen Waldpfad. Über Stufen und Fußpfad erreicht man nach 45 hm Aufstieg die Maisenburg.
Nach Besichtigung der Ruine geht es rechts auf schlechtemPfad an der Vorburg vorbei und über den Parkplatz zur Teerstraße. Sofort wieder links auf den H2 (Wegzeichen) steigt der Weg weitere 50 hm an bis zur Weggabelung und Wegekreuz Buchstock (ca. 200-jährige Hutebuchen, Bildstock von 1866, Wegekreuz, Steinriegel).
Weiter Richtung Hayingen biegt der Weg vor der Feriensiedlung „Lauterdörfle“ rechts ab und führt 0,8 km über einen Sportplatz in den Wald und steil bergab bis zum Naturtheater Hayingen.
Nun nur noch 200 m steil bergauf zum Parkplatz.

 

Informationen für unterwegs:

Naturtheater Hayingen
Im Sommer an den Wochenenden Laientheater-Vorstellungen in Schwäbischer Mundart, dazu regionales Speisenangebot an Kiosk.

Gerberhöhle
Sie ist eine Karsthöhle, 57 m lang und bis zu 7 m hoch. Fundstelle alter Besiedlungsspuren ab der Bronzezeit. Geöffnet von Mai bis Oktober. Im Winter zum Schutzder Fledermäuse geschlossen.

Wasserfall Hoher Gießel

Gemsfelsen

Burgruine Wartstein
Erläuterungstafel an der Burganlage
Weitere Infos hier.

Blaubrunnen

Maisenburg
Burgruine mit Resten der Schildmauer, des Wohntrakts und der Ringmauer. Bestens erhaltene und umgebaute Vorburg mit Ferienwohnungen, Veranstaltungsräumen, Stallungen und anderen Wirtschaftsgebäuden.
Weitere Infos hier.

 

Einkehrmöglichkeiten

Wartsteinbrücke Grillplatz
Grillhütte, Erklärungstafeln zur Geschichte der Burg Wartstein und zur Kernzone Biosphärengebiet.

Durch die Hölle in den Himmel

„Der Schweiß darf fließen“ – Wandern in Höchstform. Erleben Sie körperlich Grenzerfahrungen und wandern ohne Schnick-Schnack.

Topographische Karte: 1:25 000, W263, Bad Waldsee

Die Wanderung startet und endet am Jordanbad in Biberach. Das Bad ist mit dem Auto sehr gut, aber auch mit dem Bus zu erreichen.
Sie führt mit einem Anstieg auf das Bühl in Ummendorf. Von dort genießt man eine herrliche Aussicht nach Biberach im Rißtal und auf Ummendorf im Umlachtal. Jenseits der Kreisstraße nach Ringschnait sieht man schon die Rotorblätter der Windkraftanlage in Häusern, dem nächsten Ziel. Um dort hin zu kommen, braucht es ein wenig Mut und eine gute Portion Kraft. Die „Hölle“, ein enges, wildes Tal, muss durchwandert und überwunden werden.

Auf diesem Weg und auch auf dem weiteren Wegverlauf begegnet man immer wieder Feldkreuzen, Bildstöcken und Kapellen. Sie erfreuten sich besonders in der Barockzeit großer Beliebtheit. Durch die Volksfrömmigkeit der katholischen Bevölkerung Oberschwabens wurden und werden die Traditionen hochgehalten. Kleindenkmale werden ständig erneuert, gepflegt und neu gestiftet. An oft unverhoffter Stelle gibt es sie zu entdecken!

Auf Feldwegen, Radwegen, aber auch Kreisstraßen führt der Weg nach Mittelbuch und weiter auf ein kleines Plateau. Aus dem Himmelsblau grüßt das leise Flirren der Segelflieger vom in der Nähe liegenden Segelflugplatz. Nach ca. 800 m trifft der Wanderweg auf einer Kreuzung auf ein weiteres Kleindenkmal. Ab hier kann der Markierung „blauer Punkt“ gefolgt werden. Bevor man in das Tal der Bellamonter Rottum und des Krummbaches absteigt, genießt man auf dem höchsten Punkt der Wanderung (665 m) beim Gehöft „Weiß“ einen wunderbaren Rundblick auf Oberschwaben.
Am Talgrund mündet die „blauer Punkt“-Markierung in den HW 4. Entlang des sich stetig schlängelnden Krummbachs, geht man auf einem gut ausgebauten Weg im Schatten der Bäume bis zur Klosteranlage.

Mit seiner sehr reich ausgestatteten, barockisierten Pfeilerbasilika, der berühmten Gabler-Orgel, dem Fruchtkasten (Kunstausstellungen) und der historischen Sternwarte gilt Ochsenhausen als eine der Perlen der Oberschwäbischen Barockstraße. Die in seiner Vollständigkeit prachtvoll erhaltene Anlage ist ein Musterbeispiel für „Barock als Musik gewordene Architektur“!
Nach der Ortsdurchquerung, vorbei am Bahnhof des Öchsle (Museumsschmalspurbahn), steigt der Weg auf der Talgegenseite auf zum Gehöft „Säue“ und dem Säuweiher. Dem ebenen Feldweg (markierung blauer Punkt) folgend, kann die Aussicht ins Rottumtal in vollen Zügen genossen werden. Vielleicht hört man sogar das Schnaufen und Pfeifen der Öchslebahn im Tal.
Schon bald trifft man auf andere (tierische) Begleiter auf den Wiesen in der Nähe der Wasenburg. Shettys und andere Pferde des Ponyhofs begrüßen die Wanderer.

Bei sanften Auf- und Abstiegen, durch Wald und über Wiesen und Felder, überquert man den Rohrbach, den Kaltenbach und in der Nähe von Ringschnait, einem Teilort der Kreisstadt Biberach, die Dürnach. Das kleine Gewässer kann bei Starkregen zu einem reißenden Fluss anwachsen.
Aus dem idyllischen Dürrnachtal geht es auf landwirtschaftlichen Wegen und Straße nach Bronnen. Ab dort folgt man der Markierung „rotes Kreuz“. Vorbei an herrlichen Pferdehöfen und durch dichte Wälder kommt man in stetem Auf und Ab durch die liebliche Landschaft zum Grillplatz in Winterreute. Ein herrlicher Platz unter Bäumen mit Spielgeräten und mehreren Grillstellen lädt zum Verweilen ein. Durch eine Senke und nach einem weiteren kräftigen Anstieg zum Jordanberg bietet sich am Waldrand ein beeindruckendes Panorama: zu Füßen die Stadt Biberach mit ihrer historischen Altstadt und ihren großen Industriebetrieben, in der Ferne der Bussen (der Heilige Berg Oberschwabens) mit seiner bekannten und weithin sichtbaren Wallfahrtskirche.
Nachdem man sich satt gesehen hat, führt der Weg – zum letzten Mal auf dieser Wanderung – bergab zum Ausgangspunkt, dem Jordanbad.

 

Informationen für unterwegs:

Jordanbad, Biberach

 

Einkehrmöglichkeiten

Grillplatz Winterreute

Zum Abschluss in verschiedenen Restaurants des Parkhotel-Jordanbad.
Bitte vorab Öffnungszeiten nachschauen.